Dienstag, 9. Juli 2013

[9.Juli] Curacao Sea Aquarium

Ein Ausflug den man sich hätte ersparen sollen - heute haben wir uns zu Fuss auf den Weg zum gut 1 km entfernten Sea Aquarium (http://www.curacao-sea-aquarium.com/) gemacht. Der Weg führte dabei über den "Mambo Beach", dort wird derzeit eine Strandpromenade gebaut, wenn das mal fertig ist sieht das bestimmt nett aus.
Der Eintritt ins Aquarium kostet satte 21$ pro Person, wir waren ziemlich gespannt was es dafür zu sehen gibt. Die Führung hat gerade angefangen, wir gehen zu den Flamingos dahin wo die vielen Leute sind - ein Becken mit vielleicht 5m Metern Durchmesser, die Hälfte davon Wasser, darin 2 Rochen, ein Pelikan und etwa sechs Flamingos. Man kann sich dabei fotografieren lassen wenn man einen Flamingo streichelt oder den Napf mit dem Futter hinhält.
Die laut Webseite "professionelle Fotografin" war dabei mit der Bedienung einer ziemlich grossen Nikon wohl überfordert, es sah fast so aus als wollte sie auf die Kamera einschlagen weil die wohl gerade nicht das tat was erwartet wurde. Leider steht auf der Seite nichts davon was die Machwerke in digitaler Form dann später kosten.
Der nächste Programmpunkt sei bei den Robben, wir finden aber den Weg dorthin nicht und schauen eine Weile dabei zu wie man mit den Delfinen schwimmen kann. Laut Webseite kostet das satte 174$ pro Nase für eine halbe Stunde. Gruppen von etwa 5 Schwimmern "teilen" sich jeweils zwei Delfine, diese bekommen Anweisungen und Leckerchen von einem Trainer und spulen dann ein Standardprogramm ab.
Wir gehen weiter, auf der Karte soll es auch Schildkröten geben die wir aber auch nicht finden können. Die nächste Station setzt dem Ganzen die Krone auf - Seetiere zum Anfassen. In einem Becken von der Grösse eines Whirlpools schwimmen 4 oder 5 Rochen, daneben ein paar grosse Muscheln, irgendwelche grossen Krebse und ein Bassin mit Seegurken die gerade von einer Gruppe Kinder ausgiebig bearbeitet werden. Die weitere Anlage besteht noch aus weiteren Becken die aber wohl zur Delfintherapie gehören.
Noch immer auf der Suche nach den Robben verlassen wir diesen unsäglichen Ort, diese finden wir hinter einem trockenliegenden Schiff was aber wohl nur für das Personal zugänglich ist.

Fazit: Falls man mal in der Nähe sein sollte: Das Aquarium auf jeden Fall meiden!



Montag, 8. Juli 2013

[8.Juli] BVB-Fische ?

Heute waren wir mit der Unterwasserjagd erfolgreicher, das lag wohl weniger am Rumpunsch sondern eher an der systematischen Vorgehensweise - einfach mal da schauen wo die anderen Toastbrot ins Wasser werfen und dann schnorcheln. Ohne Maske und einfach draufgehalten, es kamen dann doch ein paar brauchbare Ergebnisse raus - zugegeben, bei der Helligkeit und dem vielen Blau hat "The Gimp" geholfen das es etwas hübscher wird.

 An dieser Stelle schonmal ein herzliches Dankeschön an Regina und meinen Vater die sich so lieb um unsere Lucky kümmern, schön das es ihr besser geht.



[7.Juli] Strandtag

Heute haben wir uns einen Ruhigen angehen lassen, beste Gelegenheit mal die Unterwassertauglichkeit der Medion-Knipse zu testen. Da wo es frische Handtücher gibt kann man sich Flossen und Schnorchelmasken leihen, für's Erste reicht die Maske, Glück gehabt, gerade bringt jemand so ein Ding zurück, das wird eben ausgewaschen und der erste Tauchgang kann beginnen.
Nach etwas Eingewöhnung durch das Rohr Luft zu holen klappt es dann ganz gut, nur viel zu sehen gibt es nicht - eigentlich sieht es genauso aus wie auf dem Bild. Immerhin habe ich einen Fisch geknipst, ohne die Markierung auf dem Bild würde man den aber nicht wiederfinden.
Merkwürdig ist das aus der Kamera kleine Luftblasen austreten - vielleicht muss das so sein, heute abend hat sie weiterhin problemlos funktioniert.



[6.Juli] Shete Boca

Das heutige Tagesprogramm besteht aus Tanken, Einkaufen und dem Nationalpark Shete Boca (http://www.carmabi.org/nature-management/shete-boka-national-park). Getankt wird auf Curacao wie in den USA, erst wird bezahlt, dann gibt's den Stoff. Ich fahre an eine Zapfsäule, die Auswahl ist einfach, es gibt "Super" oder "Super". Ein junger Mann kommt auf mich zu, steckt die Zapfpistole ein und fragt wieviel wir haben wollen. Wir kaufen für 40$ Sprit, umgerechnet macht das einen Literpreis von etwa 1,20 €. Der Hyundai wird damit fast ganz voll, im nachhinein  war das genau die richtige Menge, denn wir sollen den Hyundai ja mit 5/8 vollem Tank wieder abgeben. Unser Navi leitet uns diesmal auf abenteuerlichem Weg zum Supermarkt, die Strassenführung ist kurz vor dem Ziel geändert worden, man darf nicht mehr links abbiegen also ist etwas Kreativität angesagt. Im eiskalten Abert-Heijn-Supermarkt kaufen wir Sonnencreme und Zigaretten und ein bisschen was zu trinken, dann machen wir uns erneut auf den Weg Richtung Norden. Unser Ziel ist der Shete Boca Nationalpark an der Nordwestküste, gar nicht weit weg von Westpunt.
An dieser Stelle gibt es verschiedene Buchten ("Boka") an der die Wellen mit mächtigem Getöse an der Küste brechen. Wir nehmen den kürzeren Fussweg "Boca Wandomi" der uns zunächst zu einer Höhle führt in die man auf eigene Gefahr reinklettern darf - uns reicht ein Blick in den Eingang. Es geht dann entlang der Küstenlinie über einen Weg durchs Lavagestein zu verschiedenen Aussichtsplattformen. Zurück wählen wir den Weg entlang des Zufahrtsweges, laut Webseite für 4x4 geeignet - naja, fester Untergrund, ein bisschen staubig, ein normales Auto schafft das auch. Vor der zweiten Etappe gönnen wir uns an der Imbissbude erstmal ein Kaltgetränk, die zweite Etappe nehmen wir mit dem Auto in Angriff. An der Boka Kalki ist der Weg durch den Wald beeindruckend, wild verdrehte Baumstämme und überall das Rascheln von Eidechsen - wir hoffen das es nur Eidechsen sind. Zur letzten Bucht "Boka Pistol" sind es nochmal ein paar hundert Meter zu fahren, der Hyundai schafft das locker. Diese Bucht ist die beeindruckenste, die Wellen schlagen in eine runde Gesteinslücke, es knallt und erst dann kommt die Fontäne. Das Ganze ist sehr fotofreundlich, anhand der Lautstärke weiss man einen Augenblick vorher ob sich das Draufhalten lohnt.



Samstag, 6. Juli 2013

[5.Juli] Runde über die Insel Teil 2


Heute machen wir uns zunächst auf den Weg zu einer ehemaligen Saline wo sich Flamingos niedergelassen haben. Eine abenteuerliche Bretterkonstruktion führt uns zu einem Aussichtspunkt, erst ist dort nur ein Flamingo zu sehen, kurz darauf kommen einige weitere angeflogen. Die nächste Station ist der Strand "Cas Abao", der Spass kostet 6$ Eintritt, die Anfahrt führt über etwa 2km Schotterpiste bis zu Parkplatz. Besonders gross ist der Strand nicht, wenn der Parkplatz voll ist wird man am dem Strand nicht mehr viel Sand sehen.
 Unser nächstes Ziel liegt südlich von Willemstad, die "Curacao Ostrich Farm" (http://www.ostrichfarm.net/). Hier treffen wir das erste Mal auf eine Katze die uns herzlich begrüsst. Wir haben Glück, die nächste Führung beginnt 5 Minuten später, auf alten Unimog 404 die als Safarimobile umgebaut sind fahren wir über die Anlage und bekommen an verschiedenen Stellen interessante Dinge über Straussenvögel erzählt. Es werden dort Strausse und Emus gezüchtet, man hat noch ein paar weitere Tiere wie Hängebauchschweine, Schafe (allerdings eine Rasse die keine Wolle bildet und deshalb aussieht wie Ziegen) und ein paar Krokodile. Das Highlight ist das Füttern der Tiere, völlig ungefährlich da die Vögel nur Interesse am Futter und nicht am Menschen haben.





[4.Juli] Kulturschock

Wie schon erwähnt - 4.Juli und wir sind auf der anderen Seite des Atlantiks, in einer Hotelanlage in denen man die Europäer an einer Hand abzählen kann. Überhaupt ist der Großteil der Gäste spanisch sprechend,entweder wohl aus den USA oder eher Lateinamerika, immerhin ist ja
Venezuela nicht mehr wirklich weit entfernt.Der 4.Juli bedeutete für uns das das Buffetrestaurant geschlossen war,es stattdessen Barbecue am Strand gab wozu wir nicht wirklich viel Lust hatten. Beste Gelegenheit mal den "Nobelitaliener" auszuprobieren, eines der Themenrestaurants. Es gibt eine "No-Reservation-Policy", das heisst man meldet sich und bekommt so eine Tellermine die irgendwann anfängt zu blinken wenn ein Tisch frei wird. Im Falle des Italieners nimmt ein
Oberkellner die Gäste in Empfang , er hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit Eddie Murphy. Wir warten gegenüber an der Poolbar, es dauert jedoch keine Viertelstunde dann dürfen wir einkehren. Innen ist es ganz nett gemacht, wir werden an einem Zweiertisch platziert und bekommen die
Karte gereicht. Nebenan ein paar Tische weiter sitzt ein älteres Ehepaar, sie bekommen gerade den Hauptgang serviert, er holt ein iPad raus und fotografiert erstmal seinen Teller. Sie hat gerade ein paar
Bissen genommen, es klingelt ihr Handy was ihr ausgenommen peinlich ist - die ganze Zeit hält sie sich die Hand vorm Mund als würde das was helfen - jeder der in dem Lokal Spanisch versteht kann mithören, laut genug ist es. Er futtert brav seinen Teller leer während sie ihr Essen kaltgequatscht hat. Claudia bekommt als Vorspeise einen Salat, ich nehme Nudeln die auch in einer kleinen Portion als Appetizer angeboten werden. Das passt wohl nicht zusammen, erst kommt der Salat, wird wieder
abserviert, dabei wird das Besteck vom Teller auf die Serviette gelegt. Ich bekomme meine Nudeln, vielleicht noch ein bisschen zuviel Biss aber sehr lecker. Natürlich lege ich das Besteck auf den leeren Teller, diesmal wird es mit abgeräumt. Claudia's Hauptgang ist Lasagne, eine
niedliche Portion aber sehr lecker, ich bekomme eine Pizza - geschmacklich und optisch in etwa das was man im Discounter in der Kühltheke als "American Pizza" bekommt. Besteck muss ich mir selber besorgen, am Nebentisch lag noch was. Naja, der Hunger treibt's hinein, den Nachtisch lassen wir aus.
Am Strand wird das Barbecue mittlerweile von einer gar nicht mal schlechten Liveband begleitet, dazu stehen noch ein paar Harleys und ein Chevy-Cabrio rum. Um die Harley und das Auto läuft ein wildes Posing von meist fülligen Damen, die "bösen Jungs" des Curaca- Motorklubs kommen
mit auf's Bild und die ein oder andere Dame darf sogar hintendrauf mitfahren. Die Band macht eine Pause, es folgt wieder der Animationsquatsch und zum hundertsten Mal "Gangnam Style" - wir
entfernen uns wieder Richtung Poolbar und etwas später zurück auf's Zimmer.

Freitag, 5. Juli 2013

[4. Juli] Eine Runde über die Insel

"4th of July - we are from Europe, this is just an ordinary Day" - so in der Art begann gestern das Gespräch mit der Mitarbeiterin der Hertz-Autovermietung. Hätte uns das zu denken geben sollen - später mehr. Wir buchen ein Auto "Class A", der Spass kostet etwas über 200 $ für 3 Tage, wir erhalten einen Hyundai i10 der rundum schon einige Kampfspuren aufweist, gemeinsam mit dem Hertz-Mädel wandern wir ums Gefährt damit auch ja alle dokumentiert werden und wir nur für die aufkommen die möglicherweise noch dazu kommen. Wenn man sich in dieses spassige Gefährt hineingequetscht hat und sich mit den Bedienelementen vertraut hat (merkwürdig, links kein Hebel für die Feststellbremse und wie ging das nochmal mit dem Pedal da links neben der Bremse?) erfüllt das Ding das was es soll - es fährt und hat eine funktionierende Klimaanlage. Der Rest fehlt, ESP und ABS sind nicht vorhanden, die Reifen quitschen fröhlich vor sich hin. Im Reiseführer steht: "Achten Sie während der Fahrt auf Schlaglöcher. Manche Strassen sind für schnelles Fahren nicht geeignet. Überhaupt herrscht auf Curacao eher ein ruhiger Fahrstil vor." Das mit den Schlaglöchern stimmt, gibt es, aber auch nicht mhr als bei uns. Das mit dem ruhigen Fahrstil habe ich wohl falsch verstanden, die einzig langsamen sind die Touries mit ihren Hyundai i10 oder Kia Picantos - und das liegt nicht am Gerät, es wird mit allem was der asiatische Automarkt hergibt einfach alles gegeben, das sind steinalte Toyota Corolla, viele Mitsubishi und Kia in Stufenheckversionen die es bei uns nicht gibt und selbst Müllabfuhr oder Linienbusse fahren als gäbe es kein Morgen mehr - Blinken ist sowieso nur was für Feiglinge, wen geht das denn was an wo ich gerade hinwill, gestrichelte, durchgezogene oder doppelt durchgezogene Fahrbahmarkierungen haben wohl irgendwas mit Kunst zu tun, mit Überholen hat das jedenfalls nix zu tun, das tut jeder da wo er gerade Lust zu hat. Überhaupt sind Fahrspurmarkierungen wohl auch nur was für Touris, da passen locker auch drei nebeneinander wenn man den künstlerischen Anspruch des unbekannten Meisters "schraffierte Fläche" einfach ignoriert.
Hinweisschilder mit Ortsnamen sind  sehr selten, wir lassen uns von der kostenlosen NaviApp "MapFactor Navigator" helfen, trotz kostemlosen Kartenmaterial und dem ein oder anderen Patzer ( Nein, ich kann jetzt nicht links abbiegen, die Strasse auf die ich soll befindet sich auf der Brücke über mir) ein nettes Hifsmittel.
Wir machen uns auf den Weg nach Punda, das ist der zentrale Stadtteil auf der linken Seite der St.Anna-Bai. Der Weg dorthin ist einfach und ohne Navi zu finden, einfach knappe 5 km geradeaus. Die Häuser sehen oft ziemlich verwahrlost aus, das ändert sich schlagarting in der Innenstadt. Kurz vor dem Schild das hier nun die kostenpflichtige Parkzone beginnt finden wir einen Parkplatz. Wir gehen entlang der Markthalle und den schwimenden Mrkten bis zu Bai, bist zur berühmten St.Emmea-Ponton Brücke sind es nur ein paar Meter. Wir überqueren die Brücke, irgendwelche Schäden durch den Besuch eines Herrn Bohlen und der Kaulitz-Zwillinge hat sie nicht genommen, wahrschinlich hat das Ding schon vorher ordenlich geschaukelt. Wir laufen ein paar Meter durch Otrabanda und gelangen zu einer sehr neuen Shopping Mall die vom Warenangebot und Aufmachung so aussieht wie diese Outletcenter in Würzburg, wir nehemn an das die erwartete Kundschaft in erster Linie die Gäste der Kreuzfahrtschiffe sind. Ein Teil der Anlage ist in ein altes Kastell gebaut, das ganze sieht nett aus, ist aber menschen leer. Von der oberen Etage haben wir eine sehr gute Aussicht über die Bai und die Brücke und können zuschauen wir diese gerade wieder schliesst. Es ist Mittagszeit und deshalb begeben wir uns wieder zu unserem Auto um nicht der prallen Sonne ausgesetzt zu sein.Wir machen uns auf den Weg Richtung Norden, in erster Linie um mal abzuschätzen wie denn die Entfernungen auf der Insel so sind. Nachdem wir endlich den Weg aus Willemstad rausgefunden haben fahren wir die Nordrunde über Barber, Westpunt und Lagun und wieder zurück nach Willemstad.
Willemstad - Handelskade

Willemstad - Handelskade



Emma-Brücke

Westpunt
Westpunt